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Band II - Heft 1 - Juli 2001 |
1. Juli 2001 |
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Puma von Chihuahua überlistet |
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1. Juli 2001, Port Alberni, BC, Canada
In Britisch-Kolumbien bewies ein winziger Chihuahua letzte Woche genug Geistesgegenwart, um nicht das Betthupferl eines Pumas zu werden. "Frank" und "Bear", die beiden Hunde der Familie Herberts, amüsierten sich damit, um ungefähr neun Uhr abends auf dem Grundstück hinter Hasen herzurennen. Plötzlich tauchte ein wilder Puma auf, griff sich Frank, den Chihuahua, und schoss mit seiner “Beute” in die Büsche. Terry Herberts und ihre Kinder hörten den Hund schreien, konnten aber nur noch hilflos mit ansehen, wie der schlaffe kleine Hundekörper im Maul der grossen Katze in den Wald geschleppt wurde, berichtet die Alberni Valley Times. Der grössere Hund Bear rannte wütend hinterher, aber er konnte nicht mit dem schnellen Räuber mithalten. Was tut man in so einer Situation? Ist doch klar! Man wendet sich an den örtlichen Puma-Jäger und lässt sich von ihm erklären, dass diese Tiere normalerweise ihre Beute begraben und nach zwei oder drei Tagen zurückkommen. Es wurde also vereinbart, dass der Mann mit der erforderlichen Ausrüstung am Dienstag die Herberts aufsuchen würde (warum muss man dabei an den Film Ghostbusters denken?). Bear wollte aber nicht warten! Ganz früh machte er sich am nächsten Morgen auf eine Fahndungstour, und in der Tat richtete er nach kurzer Suche seine Ohren auf und fing an zu winseln. Die Familie rief nach Frank und hörten tatsächlich eine schwache Antwort. Zwanzig Minuten später hatten sie den kleinen Hund gefunden, der zwar verwundet aber lebendig war. Obwohl Frank schlimm zugerichtet war und einige innere Verletzungen aufwies, stellte man keine lebensbedrohenden Bisswunden fest, wie sie meistens bei Puma-Angriffen auftreten. |
„Puma-Zähne machen normalerweise so
tiefe Wunden, dass ein Hund wie ein Chihuahua dadurch schon zerrissen
werden könnte”, kommentierte der Tierarzt von Frank, Dr. Hugo
Lambrechts. Der Naturschützer Ralph Escott stimmt zu: “Die töten
schon beim ersten Angriff: beissen, zerreissen und kampfunfähig machen.
Dann verschlingen sie einen Teil der Beute und vergraben den Rest.“
Wie hat sich Frank also aus der Schlinge gezogen? Niemand ausser ihm (und vielleicht noch sein Vertrauter Bear) kann das wissen, aber man nimmt an, dass er sich tot stellte. Der Puma liess sich offensichtlich überlisten und gab dem Hund ein verfrühtes und nicht ganz sorgfältiges Begräbnis. Ralph Escott hat eine andere Erklärung: “Na ja, bei einem Chihuahua gibt es eben nicht allzu viel zu kauen.“ Oder aber könnte es sein, dass die Katze auf eine rätselhafte subliminale Einflüsterung reagierte und sich statt dessen an Taco Bell hielt?
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